E-Auto in der freien Werkstatt: Das sollten Sie wissen
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Technik-Wissen22. Februar 20267 Min. Lesezeit

E-Auto in der freien Werkstatt: Das sollten Sie wissen

Christian Meyer

Kfz-Technikermeister / Autohaus Meyer

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Immer mehr Elektroautos rollen auf unsere Straßen – und immer häufiger stellt sich die Frage: Muss ich damit zum Vertragshändler oder kann meine freie Werkstatt das auch? Die Antwort ist eindeutig: Ja, freie Werkstätten dürfen und können Elektroautos warten und reparieren – vorausgesetzt, die Mitarbeiter sind entsprechend geschult.

Hochvolt-Schulung ist Pflicht: Arbeiten an Elektrofahrzeugen erfordern spezielle Qualifikationen. Die Berufsgenossenschaft unterscheidet drei Stufen: Stufe 1 (Sensibilisierte Person) darf einfache Arbeiten wie Reifenwechsel durchführen. Stufe 2 (Fachkundige Person) darf an spannungsfreigeschalteten Hochvolt-Systemen arbeiten. Stufe 3 (Fachkundige Person für Hochvolt-Systeme) darf unter Spannung arbeiten. Bei Autohaus Meyer verfügen unsere Techniker über die erforderlichen Hochvolt-Schulungen nach DGUV Information 209-093.

Was wir an Ihrem E-Auto warten: Bremsen – durch Rekuperation verschleißen sie zwar langsamer, müssen aber trotzdem regelmäßig geprüft werden, da Bremsscheiben durch seltene Nutzung korrodieren können. Klimaanlage – funktioniert identisch zum Verbrenner und benötigt regelmäßige Wartung und Kältemittelprüfung. Reifen – E-Autos sind durch die Batterie schwerer (oft 200–400 kg mehr) und haben hohes Drehmoment, was zu schnellerem Reifenverschleiß führt. Spezielle EV-Reifen mit verstärkter Flanke sind empfehlenswert. Bremsflüssigkeit – muss auch beim E-Auto alle zwei Jahre gewechselt werden, da sie hygroskopisch ist und Wasser aufnimmt. Fahrwerk – Stoßdämpfer, Gelenke und Lager verschleißen wie beim Verbrenner, teilweise sogar schneller durch das höhere Fahrzeuggewicht.

Kostenvergleich: Laut ADAC liegen die jährlichen Wartungskosten für Elektroautos bei etwa 200–400 Euro – rund 30–35 Prozent weniger als bei vergleichbaren Verbrennern. Der Wegfall von Ölwechsel, Zündkerzen, Keilriemen und Auspuffanlage macht sich deutlich bemerkbar. Allerdings können Reparaturen an der Hochvolt-Batterie oder Leistungselektronik teuer werden – hier ist eine regelmäßige Inspektion umso wichtiger.

Unser Tipp: Bringen Sie Ihr E-Auto regelmäßig zur Inspektion – auch wenn es sich wartungsarm anfühlt. Korrodierte Bremsen, undichte Kühlkreisläufe der Batterie oder verschlissene Reifen können teuer werden, wenn sie zu spät erkannt werden. Wir beraten Sie ehrlich und markenunabhängig.

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